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Letzte Änderung dieser Seite: 20.7.2007: Gothawagen mit
Ganzreklame eingefügt.
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Gothawagen .de
- Kurioses
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Brandenburg
166 hält den Rekord als jüngster erhaltener Gotha-Triebwagen.
1968 erst wurde er gebaut. 1991 war er noch im Liniendienst am Puschkinplatz
(Nicolaiplatz) unterwegs.
Foto: Christoph Heuer
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Der älteste, der jüngste Wagen, der Betrieb
mit den meisten oder wenigsten Gothawagen, die kürzeste oder
längste Einsatzzeit. Quasi als "Gotha Buch der Rekorde" sollen
auf dieser Seite die herausragenden Gothawagen und Gotha-Betriebe
aufgelistet werden.
Die längste Einsatzzeit hatten die Gothawagen
in Jena. Von 1959 bis 2003, also 44 Jahre waren hier durchgehend im
Planbetrieb. Platz 2 nimmt Brandenburg mit 40 Jahren ein, von 1958
bis 1998. Von den Betrieben, die heute noch Gothawagen einsetzten
nimmt Woltersdorf den Spitzenplatz ein. Seit 25 Jahren fahren hier
Gothawagen. 2019 wird man Brandenburg verdrängt haben.
Die kürzeste Einsatzzeit hatten die Gothawagen
bei der Überlandbahn Klingenthal - Sachsenberg-Georgenthal.
Nicht ganz sechs Jahre nach der Ablieferung der vier Gothawagen wurde
die Bahn stillgelegt.
Die kürzeste Einsatzzeit bei noch existenten Betrieben
gibt es aus Schöneiche zu vermelden. Elf Jahre waren hier insgesamt
Gothawagen im Einsatz, von 1980 bis 1984 und nochmal von 1989 bis 1994.
Danach wurden aber immer noch Gothawagen als Reserve vorgehalten, bis
heute. Magdeburg ist von den Betrieben, die Gothawagen fabikneu erhielten,
der mit der kürzesten Einsatzzeit. Nur achtzehn Jahre, von 1960
bis Juni 1978 fuhren hier Gothawagen im Personenverkehr.
Die häufigste Umsetzungen hat der Wagen miterlebt,
der als Stralsund 15 ausgeliefert wurde. Nach Stillegung der Stralsunder
Straßenbahn lief er in Gera als 150II, in Görlitz als
20III und in Jena als 6600/174, später als 116II. Heute ist er
in Naumburg als Tw 37.
Die schnellste Umsetzung mußten die Hallenser
Triebwagen 839, 840 und 841 über sich ergehen lassen. Schon ein
Jahr nach ihrer Auslieferung gingen sie nach Frankfurt/Oder bzw. Erfurt.
Die Gothawagen mit der längsten Einsatzzeit in einem
Betrieb ohne Umnummerierung sind die Prototypen Gotha Tw 43 und
Bw 93. Von 1956 bis 1992, also 36 Jahre waren sie im Einsatz. Bei den
Serienwagen nimmt Plauen 62 diesen Platz ein. 35 Jahre, von 1957 bis
1992, lief er unter derselben Nummer in derselben Stadt.
Der Gothawagen mit der kürzesten Einsatzzeit überhaupt
ist der Dresdner Beiwagen 1427. 1960 gebaut, mußte
er 1962 mit Brandschaden ausgemustert werden. Auch bei den Fahrzeugen,
die ohne Unfall verschrottet wurden, liegt Dresden vorne. Einige B2-62
des Baujahres 1967 wurden 1977 nach nur zehnjähriger Einsatzzeit
ausgemustert.
Die häufigste Umnummerierung in einer Stadt mußte
der Leipziger Wagen 1621 über sich ergehen lassen. Er war
nacheinander unter den Nummern 1621, 1321, 5039, 5081 und 5047
eingeordnet. Bei Wagen, die nur im Personenverkehr eingesetzt waren,
stehen die Jenaer Wagen 9 bis 14 und die Zwickauer Wagen 91 bis 93
und 95 bis 97 an der Spitze. Jeder hatte im Laufe der Zeit vier verschiedene
Betriebsnummern.
Die ältesten noch existierenden Gothawagen sind
die Prototypen Gotha Tw 43 und Bw 93. Bei den Serienwagen sind dies bei
den Triebwagen Dessau 35IV ex Dresden 213 107 ex 1577 im Hannoverschen
Straßenbahn-Museum und bei den Beiwagen der Dresdner Kinderbahn-Beiwagen
251 601 ex 263 009 ex 1399. Der älteste Gelenkwagen ist Rostock
1.
Die jüngsten noch existierenden Wagen sind die
Beiwagen Gotha 76, Halberstadt 61 und Plauen 25 und 28. Alle gehören
zur Nachbauserie von 1969. Der jüngste Triebwagen ist Brandenburg
166, ein T2D von 1968.
Die einzigen Triebwagen, die zu Beiwagen umgebaut wurden
sind die Wagen Frankfurt/Oder 27II und 28II ex Halle
538 und 529. 1973 wurden sie im Rahmen der Grundinstandsetzung zu
Beiwagen und nach Gotha umgesetzt, wo sie die Nummern 77 und 78 erhielten.
In Magdeburg wurde zusätzlich der Arbeitswagen 709 ex Tw 408II
ex Leipzig 1322 ex 1622 als Beiwagen 509II restauriert.
Die meisten Gothawagen waren in Halle im Einsatz. 130
verschiedene Triebwagen und 188 Beiwagen waren in Halle, das sind 26%
der Produktion für die DDR oder 42% aller meterspurigen Gothawagen.
Aufgrund von Umsetzungen und Umbauten waren aber maximal 114 Triebwagen
und 185 Beiwagen gleichzeitig in Halle.
Die wenigsten Gothawagen waren in Stralsund im Einsatz.
Ganze zwei Wagen besaß die Hansestadt. Von den noch existierenden
Betrieben haben Woltersdorf und Bad Schandau immer nur die zehn
Wagen besessen, die auch heute im Einsatz sind. Schöneiche hatte
vierzehn verschiedene Wagen. In Naumburg gibt es zwar aktuell nur
acht Gothawagen, man hat dort aber zwölf weitere Wagen im Laufe
der Zeit verschlissen.
Die wenigsten Neubauwagen bekam Nordhausen. Einen Triebwagen
erhielt man ab Werk. Alle anderen Wagen waren aus zweiter Hand.
Ein einzigartiger Wagen war Dessau 39 ex Halle 796.
Da Dessau auf Normalspur fährt, Halle aber auf Meterspur, mußte
der Wagen von der Inbetriebnahme umgespurt werden und wurde so zum einzigen
normalspurigen Tatra T2D, der jemals existierte.
Der einzige Wagen mit Aluminium-Verblechung war der
Stralsunder Wagen 14. Offensichtlich wollte man dem feuchten Ostseeklima
einen rostfreien Wagen entgegensetzen.
Weitere Versuchswagen waren der Dresdner Triebwagen
1521 und der Leipziger Beiwagen 950:
Dresden 1521 hatte die ersten sechs Monate ein Fahrgestell mit MEGI-Federung
aus Metall-Gummi-Elementen.
Leipzig 950 war der erste Wagen, der ohne Aluminium-Zierleisten
gebaut wurde. Die Seitenwände wurden mit einer großen Blechtafel
verkleidet. In Interesse einfacherer Produktion und Wartung wurde die
Seitenbeblechung bei allen folgenden Wagen jedoch wieder mehrteilig mit
Abdeckleisten ausgeführt.
Der einzige Gothawagen bei einem Betrieb der alten Bundesländer
wird Cottbus 62 sein. Vom 12. bis 18. September 2005 läuft
er zur Feier der Eröffnung des neuen Betriebshofs Engelsburg in Bochum.
Hierzu gibt es eine Internetseite: www.tw62.de
.
Gothawagen mit Ganzreklame gab es nach der politischen Wende auch. In
Plauen waren es zwei T57, in Brandenburg zwei Züge aus Einrichtern und
in Rostock ein G4.
Noch etwas ist auffällig: Viele Betriebe versuchten, unabhängig
vom Baujahr, die nicht grundinstandgesetzten Fahrzeuge als erste zu verschrotten
oder abzugeben. Dresden, Leipzig und Magdeburg sind hierfür gute Beispiele.
Der Zustand der abgegebenen Fahrzeuge war dann teilweise so schlecht, daß
sie im empfangenden Betrieb nicht mehr zum Einsatz kamen. Da ab 1983 auf
Anweisung von höchster Stelle Umsetzungen kostenlos zu erfolgen hatten,
kann man sogar sagen, daß einige Betriebe hier günstig Schrott
loswurden.
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